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Dissertation: Habilitation Kontakt: last update: May 2003 |
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Download Einleitung u.
Zusammenfassung: .rtf-Format / .pdf-Format Download whole article: pdf-Format 1. Einleitung 2. Relevanz
der Systemtheorie für die Mediävistik 2.1. Zur
Relation der Konzeptionierung von Moderne und Mittelalter 2.2. Verschiedene
Formen der Ausdifferenzierung und die Folgen 3. Anwendungsbeispiele 3.1. Komplexitätssteigerung ohne funktionale Ausdifferenzierung: Die
Amalgamierung von Familie und Firma bei den italienischen Kaufleuten um 1400 3.2. Übergangsriten als Kommunikationsform 3.2.1. Person, Rolle und visuelle
Erscheinung 3.2.2. Umstrukturierung von
Erwartungen an eine Person durch Rituale: Zum
spätmittelalterlichen Gerichtsverfahren in Deutschland 4. Zusammenfassung/Ausblick 1. Einleitung
Die Beschäftigung mit Ritualen und symbolischer Kommunikation zählt wohl zu den interessantesten Forschungsfeldern, mit denen sich die Mediävistik derzeit auseinandersetzt, zumal die in den mittelalterlichen Texten geschilderten Handlungsabläufe durchaus Unterhaltungswert haben. Was bedeutet es jedoch, wenn die Rechtmäßigkeit einer Gerichtsverhandlung davon abhängt, dass der Richter während der gesamten Prozessdauer einen Stab in seiner Hand hält[1]; oder wenn Todesurteile angefochten werden können, weil der Büttel es versäumte, den bereits Verurteilten auf dem Weg zum Galgen an den ‚blauen Stein’ zu stoßen, um ihn dabei ein letztes Mal aufzufordern, sich zu seiner Tat zu bekennen?[2] Anders als bei der Untersuchung militärischer Unternehmungen, von Handels- oder selbst Pilgerreisen, deren Zweckhaftigkeit evident zu sein scheint, bleibt der Sinn des Rituals in einem unmittelbaren Zugriff oft verborgen. Vielleicht ist es daher kein Zufall, dass den vielfältigen Antworten, die die mediävistische Forschung auf die Frage nach dem Sinn eines Rituals gegeben hat, eines gemeinsam zu sein scheint: Fast alle sehen sich veranlasst, ein mehr oder weniger komplexes Bild dessen, was die mittelalterliche Gesellschaft und Kultur ausmacht, mitzuführen und in ihre Erklärung einzubauen, um zu zufriedenstellenden Lösungen zu gelangen. Zwangsläufig wird damit eine Reflexionsebene zum Thema, die sich als ebenso spannend erweist als die zu untersuchenden Rituale selbst – und oft als ähnlich verwirrend. Dies scheint im besonderen Maße für die Systemtheorie zu gelten, steht sie doch in dem Ruf, hoch abstrakt und unhandlich zu sein. Dass sie sich dennoch wachsender Beliebtheit erfreut, liegt zum einen sicherlich an ihrer Originalität. Luhmann gelingt, die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Phänomene in sein Gedankengebäude einzubauen und vermeintliche Selbstverständlichkeiten in neuem Licht erscheinen zu lassen. Die zunehmende Hinwendung zur Systemtheorie ist zum anderen auch darin begründet, dass hier letztlich ein anderes Weltverständnis offeriert wird, das gerade in und durch seine Abstraktheit konkrete Forschungsprobleme lösen helfen kann. Zwar scheinen Aussagen der Theorie oft Alltagserfahrungen zu widersprechen – man denke etwa an die Separierung von Bewusstseinssystemen und sozialen Systemen –, aber genau in dieser Distanz zum direkt Wahrnehmbaren ist ein Wert jeder Theorie zu sehen, liegt auch der Reiz, sich mit solchen Gedankengebäuden auseinander zu setzen. Luhmann stellt in seinen Schriften vornehmlich die Gesellschaft der Gegenwart in das Zentrum seiner Analysen. In einem ersten Schritt wird man sich daher mit der Frage auseinander zu setzen haben, welche Relevanz die Systemtheorie für die Mediävistik beanspruchen kann. Zunächst gilt es herauszustellen, dass durch einen anderen Blick auf das Heute, das doch immer die Bezugsgröße historischer Forschung darstellt, auch das Koordinatensystem verändert wird, mit dem vergangene Strukturen und Ereignisse erfasst werden. Mit der anschließenden Erörterung des Themenkomplexes ‚Ausdifferenzierung’ soll deutlich gemacht werden, dass sich eine Rezeption und Anwendung der Systemtheorie nur unzureichend realisieren lässt, wenn man lediglich Teilaspekte der Theorie – etwa ihre Aussagen zum Recht, zur Wirtschaft – mobilisiert. Vielmehr wird dafür plädiert, immer auch das übergeordnete allgemeine Theoriekonzept im ‚Marschgepäck’ mitzuführen. Denn sowohl gesamtgesellschaftliche Phänomene wie die Strukturen der Einzelsysteme werden ja mit den zentralen Kategorien der Theorie erfasst, und daher zeigt sich auch erst im Zusammenspiel von Mikro- und Makroebene in der Anwendung ihr heuristisches Potenzial. Anhand von konkreten Beispielen wird dann in einem zweiten Schritt versucht, dieser Forderung soweit wie möglich gerecht zu werden. Vor allem geht es darum, den Folgen nachzuspüren, die sich aus einer Beschreibung des Mittelalters als stratifikatorisch-segmentärer differenzierten Gesellschaft im Vergleich zur funktional ausdifferenzierten Moderne ergeben. Dies deshalb, weil sich die spätmittelalterliche Lebenswelt einerseits bereits als äußerst komplex darstellt und fast moderne Züge annimmt. Andererseits ist es aber zu einem grundlegenden Strukturwandel, zu einer funktionalen Ausdifferenzierung der Gesellschaft bekanntlich erst um 1800 gekommen. In einem ersten Schritt wird deshalb gefragt, nach welchem Muster in dieser stratifikatorischen Gesellschaft Komplexitätssteigerungen erfolgten, ohne dass dies in moderne Formen der Ausdifferenzierung mündete. Die italienischen Kaufleute des Spätmittelalters erschließen der mittelalterlichen Gesellschaft, wenn man so formulieren darf, ganz neue Formen des Wirtschaftens, aber auch des sozialen Zusammenlebens, schließlich von Lebensentwürfen insgesamt. Anhand der Selbstbeschreibungen der Kaufleute, wie sie in den um 1400 angelegten Libri di famiglia niedergelegt sind, wird zu zeigen sein, wie sich diese Komplexitätssteigerung in die Koordinaten der mittelalterlichen Lebenswelt einfügte. Daran anknüpfend wird diskutiert, wie der Zusammenhang von Person, Rollenübernahme und visueller Erscheinung in eine Theorie zu integrieren ist, die das Mittelalter als stratifikatorisch ausdifferenzierte Gesellschaft beschreibt. Die Untersuchung der Kleiderordnungen und Trachtenbücher mit Hilfe des systemtheoretischen Analysewerkzeugs liefert hier Erkenntnisse, die an bestehende Forschungen zu dem Thema anschließen und um wichtige Aspekte ergänzen können. Aufbauend auf dem bisher Erörterten – der
spezifischen Form der Komplexitätssteigerung in einer
stratifikatorisch-segmentär ausdifferenzierten Gesellschaft am Beispiel der
Kaufleute und der Diskussion von Rollenausübung und visueller Erscheinung –
wird in einem letzten Schritt gefragt, welche Funktion bestimmten Ritualen in
der mittelalterlichen Gesellschaft zuzuweisen ist. Der Brückenschlag zwischen
Systemtheorie und den in mittelalterlichen Texten geschilderten Ritualen soll
dabei im Rückgriff auf die von van Gennep und Turner erarbeiteten Theorien
erfolgen. Zentrales Anliegen ist es, eine Historisierung vorzunehmen, d. h.
auf der Basis der Theorie über die Unterschiede zwischen stratifikatorisch
und funktional ausdifferenzierter Gesellschaft die spezifische Funktion der
Rituale für die mittelalterliche Gesellschaft aufzudecken. Das
Gerichtsverfahren in Deutschland, insbesondere das Verfahren in der Stadt,
bildet hier den konkreten Untersuchungsgegenstand. Denn gerade das
mittelalterliche Prozesswesen mit seiner starken Formalisierung bietet
vielfältige Möglichkeiten, zumeist befremdlich anmutende Rituale im Hinblick
auf ihre kommunikative Funktion zu beleuchten. Im Zentrum steht dabei das
Gerichtswesen in der Stadt Köln, jedoch werden die von der breiten Forschung
zu diesem Themenkomplex angebotenen Schilderungen anderer Städte und Regionen
ebenso stark zu berücksichtigen sein. 4. Zusammenfassung/Ausblick
Top Was das Mittelalter von der Moderne unterscheidet, wird zunehmend unklarer, will man über deskriptive Allgemeinplätze hinausgehen. Vorstellungen, die etwa verschiedene Zivilisationsgrade, ein unterschiedliches Maß an sozialer Disziplinierung oder Differenzen in der Ausrichtung menschlichen Handelns an wert- bzw. zweckrationalen Überlegungen postulieren, geraten sowohl hinsichtlich ihrer Annahmen über die Gegenwart wie über die Vergangenheit mehr und mehr in die Defensive[3]. Dem Mediävisten offeriert Luhmann eine Theorie über die Spezifik der modernen und mittelalterlichen Gesellschaft, die ohne Verweis auf jeweils dominierende mentale Dispositionen oder vorherrschende ‚Weltbilder’ auskommt. Stattdessen verweist sie allein auf unterschiedliche Formen der Ausdifferenzierung, auf eine andere kommunikative Grundstruktur. Die Untersuchung von Ritualen in systemtheoretischer Perspektive stellt den Versuch dar, das heuristische Potenzial der Theorie auch für das Mittelalter auszuloten. Ausgegangen wurde von der Unterscheidung zwischen funktionalen und stratifikatorisch-segmentären Formen der Ausdifferenzierung, mit der in diesem Theorierahmen die Unterschiede zwischen Mittelalter und Moderne beschrieben werden. In einer ersten Anwendung wurde am Beispiel der Selbstbeschreibungen italienischer Kaufleute aufgezeigt, welche Konsequenzen aus dieser Beschreibung auf der Makroebene für die Kommunikationsweisen in einem Teilbereich der Gesellschaft zu ziehen sind. Der italienische Fernhändler des 14. und 15. Jahrhunderts, obwohl bereits ‚modernen’ Formen des Wirtschaftens verpflichtet, agierte in den in der Gegenwart funktional ausdifferenzierten Teilsystem Wirtschaft, Familie, Religion etc. weiter primär als ‚integrale Person’ und als Angehöriger einer bestimmten Gruppe. Anders als heute, kam es nicht zu differenzierten Rollenübernahmen für die verschiedenen Bereiche des sozialen Lebens. Auch die neue, modern anmutende kaufmännische Lebensweise, obwohl verbunden mit einer Veränderung mentaler Dispositionen, hat letztlich zu keiner Umorientierung hin zu einer auf Rollen basierenden Kommunikation geführt. Dass hier – wie auch in anderen Fällen – keine Umstrukturierung erfolgte, wurde durch die Einführung der Unterscheidung zwischen Komplexitätsgrad und Ausdifferenzierungsformen plausibel gemacht: Die mittelalterliche Gesellschaft vermochte, so die Annahme, ihre Komplexität durchaus zu steigern, ohne dass dies zu Änderungen in den Ausdifferenzierungsformen der Teilsysteme – also weg vom stratifikatorischen, hin zum funktionalen Differenzierungstyp – führen musste. Daran anknüpfend wurde in einem zweiten Schritt darauf aufmerksam gemacht, dass es für eine auf der Basis eines ‚integralen Personenkonzepts’ agierende Gesellschaft naheliegend ist, über die der Person zugewiesene, ‚standesgemäße’ Kleidung, über Schmuck und andere Attribute, Kommunikation zu strukturieren und Erwartungssicherheit herzustellen – dies wiederum im Unterschied zur Moderne, die solche Erwartungen vornehmlich an die in einem konkreten Kommunikationsraum eingenommene Rolle bindet. Eine Orientierung an Kleidung und anderen Körperattributen lässt sich nicht nur bei den ‚klassischen’ Ständen (Zünfte, Adel, Patrizier) der mittelalterlichen Gesellschaft beobachten. Auch Beschäftigte der kommunalen Administration, ob Bürgermeister oder Bote, wurden über Kleidung markiert. Drittens wurde der Frage nachgegangen, wie auf der Basis dieser an ein integrales Personenkonzept ausgerichteten, vergleichsweise unflexibelen Kommunikations-struktur überhaupt kurzfristige Rollenwechsel durchgeführt, d.h. Erwartungshaltungen gegenüber einer Person ‚umprogrammiert’ werden konnten. Am Beispiel des Gerichts und der darin tätigen Amtsträger, insbesondere des Richters, wurde dies näher untersucht. Die zu Beginn eines jeden Gerichtstages durchgeführten rituellen Handlungen (Hegung des Gerichts) wurden als Form interpretiert, mit der zum einen der ephemere Kommunikationsraum ‚Gericht’ jeweils eigens aufgespannt und zum anderen der Richter zum Richter ‚gemacht’ wurde. Damit nicht genug: Um den ephemeren Charakter von Kommunikationsraum und Richterrolle kenntlich zu machen, wählte man Ritualformen, die gerade das flüchtige, wenig feste der Umstrukturierung betonten – etwa indem man dem Richter keine andere Kleidung, sondern lediglich einen (unfest mit der Person verbundenen) Stab beigab, ihm eine leicht aufzuhebende Sitzhaltung vorschrieb etc. Seine ‚eigentliche’ Position in der Gesellschaft, an der Kleidung abzulesen, blieb weiterhin sichtbar und relevant; wurde nur kurzfristig aufgehoben. Teile des mittelalterlichen Ritualgebrauchs wurden vor der
Folie einer Gesellschaft interpretiert, der aufgrund ihrer
Differenzierungsform das unvermittelte Hineinschlüpfen des Einzelnen in die
dem jeweiligen Kontext adäquate Rolle weitgehend unbekannt war. Das Ritual
wird so als eine Kommunikationsform verstanden, die in der an der
‚integralen Person’ ausgerichteten Gesellschaft des Mittelalters
einen (zeitlich befristeten) Rollenwechsel überhaupt erst ermöglichte. Es
zeigte sich, das bestimmte Ritualtheorien ‚mittlerer Reichweite’
(van Gennep), auf die in der mediävistischen Forschung häufig zurückgegriffen
wird, in eine ähnliche Richtung weisen. Aus systemtheoretischer Perspektive erscheinen daher ‚Übergangsriten’ nicht, zumindest nicht allein, als notwendige Begleiter für den Wechsel von einer Lebensphase in die andere (Geburt, Erwachsenwerden, Heirat etc.). Natürlich können mittelalterliche Rituale auch einen dauerhaften Status- bzw. Rollenwechsel herbeiführen. Dennoch wird man in ihnen jetzt weniger das ‚Geländer’ sehen wollen, das den Einzelnen wie die Gesellschaft bei der Bewältigung solch schwieriger Lebensphasen stützte. Vielmehr erscheinen Rituale, zumindest in der komplexen spätmittelalterlichen Gesellschaft, auch als eine Kommunikationsform des Alltags, die immer dort eingesetzt wird, wo Rollenübernahmen oder ‑wechsel in (ephemere) Teilsysteme erforderlich werden. Der für ein Ritual charakteristische Zugriff auf den Körper (Einfordern von Gesten, Beigabe von Gegenständen) erklärt sich in diesem Zusammenhang leicht dadurch, dass die an die ‚integrale Person’ ausgerichtete Struktur der Kommunikation im Mittelalter fortwährend auf Körperattribute (Kleidung, Schmuck) rekuriert. Eine Umstrukturierung kann sich daher nicht auf rein sprachliches Handeln beschränken, sondern muss auch den ‚Signalgeber’ Körper mit in die Veränderung einbeziehen. Die funktionale Interpretation des Rituals als kommunikatives Mittel zur Umstrukturierung von Erwartungshaltungen macht ein unmittelbares Rekurieren auf die im Ritual aufscheinenden Semantiken und Vorstellungswelten zur Erklärung des Ritualgebrauchs dort, wo es um solche Umstrukturierungen geht, weitgehend obsolet. Man könnte hier zunächst einwenden, dass damit wichtige Anliegen historischer Forschung, nämlich das sich Annähern an Weltkonzeptionen und Denkweisen der in einer anderen Epoche lebenden Menschen, unberücksichtigt blieben. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Denn erst wenn die Semantik nicht unmittelbar auf ihre Funktion hin perspektiviert werden muss, wenn die gesellschaftlich-kommunikative Grundfunktion von der in einem bestimmten Ritual verwendeten Gesten und Sprachwendungen getrennt betrachtet werden kann, kommt deren Bedeutung zu ihrem eigenen Recht, können sie Gegenstand einer selbstständigen Analyse werden. Da die Systemtheorie auf vollkommen anderen Prämissen
basiert, wird sich ein Rückgriff lediglich auf Einzelaussagen der Theorie
Luhmanns – etwa zum Recht, zur Wirtschaft etc. – immer als
problematisch erweisen. Das methodische Vorgehen der hier vorgestellten
Anwendung der Systemtheorie hat daher immer wieder versucht, sowohl die auf
der Mikro- wie auch auf der Makroebenen auftauchenden Phänomene an die
Theorie zurückzubinden. Wenn eine solch enge Anbindung auch angesichts des
Theoriedesigns als notwendig erscheint, so kreist die Theorie keineswegs um
sich selbst. Sie weiß einerseits Antworten zu formulieren auf Fragen, die die
Mediävistik seit längerem umtreiben, und ist andererseits offen für die
produktive Einbeziehung von Einsichten, die in der Fachdisziplin bereits
gewonnen wurden. |
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[1] Zum Gerichtsstab vgl. die weiter
unten gegebene Literatur.
[2]
Ordnung des Kölner Schöffengerichts,
ca. 1435, Stein,
Walther (1893), Akten zur Geschichte der Verfassung und Verwaltung der Stadt
Köln im 14. und 15. Jahrhundert, Bd. 1, Bonn, ND Düsseldorf 1993,
S. 764, Nr. 346, Art. V, § 33; vgl. Strauch,
Dieter (1994), »Das Hohe Weltliche Gericht zu Köln«, in: Dieter Laum/Adolf
Klein/Dieter Strauch (Hgg.), Rheinische Justiz, Geschichte und Gegenwart. 175
Jahre Oberlandesgereicht Köln, Köln, S. 743-831,
S. 796, Abb. S. 793, sowie ausführlich Meier,
John (1931), »Der blaue Stein zu Köln«, Zeitschrift für Volkskunde, N.F. 2, S.
29-40,
S. 29ff.
[3]
So
stellt Oexle fest, dass „Denkweisen und Verhaltensformen, die wir nur
allzu leicht für typisch ‚modern’ oder sogar für ausschließlich
‚modern’ halten: zweckgerichtetes und wertrationales Handeln von
Individuen in Konsens und Vertrag nach vereinbarten
Zielen […]“ schon im Frühmittelalter das Verhalten der
Menschen prägten; Oexle,
Otto Gerhard (1996), »Gilde und Kommune. Über die Entstehung von >Einung<
und >Gemeinde< als Grundformen des Zusammenlebens in Europa«, in: Peter
Blickle/unter Mittarbeit von Elisabeth Müller-Luckner (Hgg.), Theorien
kommunaler Ordnungen in Europa, München, S. 75-97,
S. 93.